Der französche Pfeifenmacher Chacom

Chacom Pfeifen
Zusammen repräsentieren die beiden Manager der Cuty Fort Enterprises, zu der Cha-com als bekanntestes Unternehmen zählt, 13 Generationen an Pfeifengeschichte: Dominique Jeantet in der achten und Yves Grenard in der fünten der jeweiligen Dynastie.
Schon 1825 stellte die Familie Comoy in Avignon Pfeifen aus Buchsbaum her; Henry Comoy führte den Familiennamen als Markenbezeichnung für seine Bruyere-Pfeifen 1879 ein, und 1922 schloß er sich mit seinen Neffen, Louis und Charles Chapuis, zusammen. In den folgenden Jahrzehnten wechselte der Produktionsstandort mehrmals zwischen London und Saint-Claude, diverse Eigentümerwechsel und Fusionen fanden statt, zahlreiche Namensänderungen waren die Folge; »La Bruyere« war eine der bekanntesten Markenbezeichnungen.
Comoy's of London gehört inzwischen zur Cadogan-Unternehmensgruppe, während Yves Grenard, ein Nachfahre der ursprünglichen Familie Comoy, die Leitung von Chacom übernommen hat: Die Firmenbezeichnung wurde aus den Namen Chapuis und Comoy zusammengesetzt. Um auf dem rückläufigen Pfeifenmarkt bestehen zu können, schlossen sich 1987 Chacom, Jeantet, Lacroix, Ropp und Vuillard unter dem Dach der Cuty Fort Enterprises zusammen. 46 Mitarbeiter sind noch beim Unternehmen beschäftigt.
Rund die Hälfte der jährlich 185000 hergestellten Pfeifen verlassen als »Chacoms« die Fabrik, Yves Grenard und der Freehand-Künstler Pierre Morel entwerfen die Modelle. Philosophie des Hauses ist, etwas für jeden Anspruch zu bieten, ob der Kunde nun modische „ Fancys“ bevorzugt, eine solide Pfeife für jeden Tag sucht oder ein hochwertiges Exemplar mit feinster Maserung und Goldband.
Doch nicht nur für die eigenen Marken stellt Cuty Fort Enterprises Pfeifen her: Viele amerikanische Firmen lassen hier ihre »Hausmarken» produzieren, und auch die Davidoff Pfeifen entstehen in diesen Werkstätten. Die Bruyere-Blöcke werden bei Chacom noch auf traditionelle Weise getrocknet: Mindestens sechs Monate liegen sie auf Holzgittern, wo sie durch die natürliche Luftzirkulation ihre Feuchtigkeit verlieren. Ein Bestand an Kanteln, der die Pfeifenproduktion von zwei Jahren gewährleistet, ist ständig vorhanden.Cuty Fort Enterprises stellt außerdem Luxusartikel aus Leder, Horn und Holz her, um den Umsatzrückgang im Pfeifengeschäft auszugleichen.
Datenblatt zum Hersteller Chacom
| Jahresproduktion: |
185.000 Pfeifen (gesamt Cuty Fort Enterprises) |
| Pfeifenformen: | zu 80 % klassisch, daneben einige "Fancy-Modelle" |
| Herkunft des Holzes: | Korsika, Marokko |
| Material des Mundstücks: | Kautschuk, Acryl |
| Erkennungszeichen: | ""CC"" auf Metallplatte |
| Verzierungen: | Hölzer, silber, Kunststoffe |
| Oberflächen: | glatt, sandgestrahlt, rustiziert |
| Erhältlich in: | Frankreich, USA, Deutschland (Cigarre24.de), Benelux, Schweiz |
| Anteil an Filterpfeifen: | 20% |
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